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Heinrich Hertz und die Entdeckung der Radiowellen

Jedes Radar, jedes GPS, jedes WLAN und jedes Arcade-Scope geht auf ein Experiment in einem Karlsruher Keller zurück.

Heinrich Hertz und die Entdeckung der Radiowellen
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Maxwells Vorhersage

Maxwell wies 1865 mathematisch nach, dass veränderliche Felder Wellen mit Lichtgeschwindigkeit abstrahlen sollten.

Der Funkenstrecken-Sender

Hertz ließ Funken zwischen Messingkugeln springen — gegenüber zuckte parallel eine Drahtschleife auf.

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Die Wellenlänge messen

An einer Zinkplatte vermaß er stehende Wellen: 66 cm × Frequenz = Lichtgeschwindigkeit.

'Völlig nutzlos'

Anwendungen sah Hertz keine. 40 Jahre später lief die ganze Welt darauf.

Nachweis der Polarisation

Hertz bewies 1888, dass Funkwellen polarisiert sind. Durch Drehen seines Empfängers stellte er fest, dass die Funkenbildung je nach Ausrichtung variierte. Dies bestätigte Maxwells Annahme, dass elektromagnetische Wellen Transversalwellen sind. Er bahnte damit den Weg für die Optik unsichtbaren Lichts und die Entwicklung moderner Antennentechnik.

Der Photoelektrische Effekt

Bei seinen Versuchen entdeckte Hertz 1887 zufällig, dass UV-Licht die Funkenbildung verstärkt. Obwohl er die volle Bedeutung nicht erkannte, war dies die erste Beobachtung des photoelektrischen Effekts. Einstein nutzte diese Daten später für seine Quantentheorie. Jede moderne Solarzelle basiert auf dieser zufälligen Entdeckung in Hertz’ Labor.

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