◂ signal//lock
technik · navigation

Wie GPS funktioniert

GPS misst keine Distanzen — es misst Zeit, sehr genau.

Wie GPS funktioniert
technik · navigation

Trilateration

Drei Sphären schneiden sich in zwei Punkten — der vierte Satellit löst die Mehrdeutigkeit.

Atomuhren

Jeder Satellit trägt eine Cäsium-Uhr — Genauigkeit auf 10 Nanosekunden.

▒ Radar öffnen — Signale verriegeln
▸ Jetzt Signal//Lock spielen

Relativität zählt

GPS-Uhren ticken pro Tag um 38 µs anders als auf der Erde — Einstein ist eingebaut.

Almanach und Ephemeriden

Empfänger nutzen Almanach-Daten für grobe Satellitenpositionen und hochpräzise Ephemeriden für exakte Berechnungen. Da Ephemeriden nur wenige Stunden gültig sind und langsam übertragen werden, nutzen Smartphones Assisted GPS (A-GPS), um diese Daten schneller über das Internet zu laden.

Trägerphasen-Messung

Moderne Geräte nutzen nicht nur den Daten-Code, sondern messen die Phase der 1,5-GHz-Trägerwelle. Da deren Wellenlänge nur 19 cm beträgt, ermöglicht dies eine Genauigkeit im Zentimeterbereich. Neue L5-Frequenzen korrigieren zudem Signalfehler, die durch die Ionosphäre der Erde entstehen.

Ionosphärische Verzögerung

Geladene Teilchen in der Ionosphäre verlangsamen GPS-Signale und verursachen Positionsfehler. Dualfrequenz-Empfänger korrigieren dies durch den Vergleich von L1- und L5-Signalen, während einfache Geräte das mathematische Klobuchar-Modell nutzen, um die atmosphärische Brechung basierend auf Satellitendaten grob zu schätzen.

Der PRN-Code

Obwohl GPS-Signale schwächer als das Hintergrundrauschen sind, werden sie durch Pseudo-Random-Noise-Codes (PRN) erkennbar. Der Empfänger gleicht interne Bitmuster mit den Satellitensignalen ab. Diese Korrelation ermöglicht es, mehrere Satelliten auf derselben Frequenz mittels CDMA-Verfahren gleichzeitig und präzise zu unterscheiden.

Verwandte Artikel

▒ ready to lock on?
▸ play signal//lock free

no install · plays in any browser