
Wie ADS-B arbeitet
GPS-Position, zweimal pro Sekunde auf 1090 MHz gesendet — Genauigkeit im Meterbereich.
Warum Radar zählt
Primärradar sieht alles, auch entführte Maschinen mit ausgeschaltetem Transponder.
Sekundärradar
Mode S/C als robuster Mittelweg zwischen Primärradar und ADS-B.
Zukunft
Satelliten-ADS-B (Aireon) deckt die Ozeane, klassisches Radar bleibt Wahrheitskontrolle.
Latenz und Update-Raten
Während Primärradare alle 5 bis 12 Sekunden aktualisieren, sendet ADS-B Daten im Sekundentakt. Diese höhere Frequenz ermöglicht geringere Staffelungsabstände zwischen Flugzeugen. Allerdings bleibt ADS-B von GNSS-Signalen abhängig; bei GPS-Störungen müssen Fluglotsen sofort auf das autarke Primärradar zurückgreifen, um die Sicherheit im Luftraum zu gewährleisten.
Globales Tracking über Satelliten
Weltraumgestütztes ADS-B schließt die Lücken der Erdkrümmung, die herkömmliches Radar über Ozeanen hinterlässt. Dennoch bleibt das Primärradar für die nationale Sicherheit unverzichtbar, da es auch 'nicht-kooperative' Ziele ohne aktiven Transponder erkennt. Die Fusion beider Systeme bietet die höchste Ausfallsicherheit in modernen Kontrollzentren.
Frequenzstau bei 1090 MHz
In stark frequentierten Lufträumen führt ADS-B zur Sättigung der 1090-MHz-Frequenz. Während herkömmliche Radargeräte durch gerichtete Strahlen isolieren, empfängt ADS-B alle Signale gleichzeitig, was zu Überlagerungen (Garbling) führt. Radar bleibt daher für die Flugsicherung in Ballungszentren als störungsfreie Interrogationsmethode unverzichtbar.
Präzision vs. Ausfallsicherheit
ADS-B bietet mit Updates alle 0,5 Sekunden eine höhere Präzision als Radar (alle 12 Sekunden), was engere Staffelungen erlaubt. Dennoch ist ADS-B von GPS-Signalen abhängig. Primärradar benötigt keine Kooperation des Zielobjekts und erkennt Flugzeuge auch bei fehlerhafter Bordelektronik oder Satellitenausfall zuverlässig.