
Gewinn
Wie stark die Antenne in eine Richtung fokussiert — in dBi.
Strahlbreite
Wie eng der Hauptstrahl ist — diktiert Winkelauflösung.
Polarisation
Linear, zirkular — entscheidet, was empfangen wird.
Nebenkeulen
Ungewollte Empfangsrichtungen — die heimliche Falle jedes Designs.
Phasenzentrum und Bandbreite
Das Phasenzentrum ist der theoretische Ursprungspunkt der Strahlung. Bei Breitbandantennen verschiebt sich dieser Punkt je nach Frequenz, was bei präzisen GPS-Messungen korrigiert werden muss. Die Bandbreite definiert den Bereich mit stabilem Stehwellenverhältnis (VSWR), wobei moderne Ultra-Breitband-Systeme Störfestigkeit gegen Jamming bieten.
Effektive Apertur und Reziprozität
Die effektive Apertur beschreibt die Wirkfläche einer Antenne beim Empfang, die oft kleiner als die physische Fläche ist. Das Reziprozitätsgesetz besagt, dass Sende- und Empfangseigenschaften identisch sind, sofern keine nicht-linearen Bauteile wie Ferrite oder aktive Verstärker in AESA-Modulen die Symmetrie des Signalwegs beeinflussen.
Vor-Rück-Verhältnis
Das Vor-Rück-Verhältnis beschreibt die Fähigkeit einer Richtantenne, rückwärtige Signale auszublenden. Ein hohes Verhältnis ist entscheidend, um Störungen durch andere Sender zu minimieren und die Genauigkeit von Radarsystemen zu erhöhen. Historisch wurde dies durch das Yagi-Uda-Design perfektioniert, das parasitäre Elemente nutzt, um Wellen hinter der Antenne auszulöschen.
Stehwellenverhältnis (VSWR)
VSWR misst die Effizienz der Leistungsübertragung zwischen Sender und Antenne. Impedanz-Fehlanpassungen führen zu Reflexionen, die Hardware beschädigen können. Ein Wert von 1,0:1 ist ideal, während höhere Werte auf Energieverluste hinweisen. Die Optimierung erfolgt klassisch über das Smith-Diagramm, um die Resonanzfrequenz genau auf das System abzustimmen.