
Von der Schüssel zum Array
F-35 APG-81 hat rund 1.600 Sende-Empfangs-Module — jedes ein Mini-Radar.
Warum das alles ändert
Suchen, verfolgen, stören und SAR-Karten gleichzeitig — Modi wechseln in µs.
Geringere Detektierbarkeit
Frequenzsprung pro Puls macht AESA-Signale schwer abzuhören.
GaN-Technologie und Kühlung
Der Wechsel von Galliumarsenid zu Galliumnitrid (GaN) ermöglicht eine fünffach höhere Leistungsdichte. Dies steigert die Reichweite massiv, erfordert jedoch komplexe Flüssigkeitskühlsysteme, um die enorme Hitze der tausenden Sendemodule effizient abzuführen.
Vernetzung und EloKa
AESA-Radare fungieren als Hochgeschwindigkeits-Datenlinks, die Gigabits an Sensordaten übertragen. Zudem ermöglichen sie elektronische Kampfführung (EloKa), indem sie gezielte Störsignale senden, während der Rest des Arrays gleichzeitig den Luftraum nach neuen Bedrohungen scannt.
Unterschied zwischen PESA und AESA
Im Gegensatz zu PESA-Systemen, die eine einzige zentrale Energiequelle nutzen, besitzt jedes Modul beim AESA-Radar einen eigenen Sender und Empfänger. Dies verhindert einen Totalausfall bei Defekten und erlaubt es dem Jet, gleichzeitig auf mehreren Frequenzen zu operieren, was die Entdeckung durch den Gegner massiv erschwert.
Vorteil durch Halbleitertechnologie
Durch den Einsatz von Galliumnitrid (GaN) erreichen moderne AESA-Radare eine höhere Leistungsdichte als alte Röhrensysteme. Dies ermöglicht eine größere Reichweite bei geringerem Platzbedarf und verbesserter Kühlung, was besonders für die kompakte Nase von Kampfjets wie der F-35 oder dem Eurofighter entscheident ist.