
Reflektivität
Größere Tropfen reflektieren stärker — Farbskala zeigt Niederschlagsintensität.
Doppler-Geschwindigkeit
Tornado-Rotation wird als nebeneinander liegender Roter/Grüner Couplet sichtbar.
Dualpolarisation
Hilft Regen, Hagel, Insekten und Vögel zu unterscheiden.
Das Doppler-Dilemma
WSR-88D-Systeme müssen zwischen Reichweite und Geschwindigkeit abwägen. Eine niedrige Pulsfrequenz sieht weite Entfernungen, während eine hohe Frequenz extreme Windgeschwindigkeiten präzise misst. Moderne Algorithmen lösen diesen Konflikt, um Fehlinterpretationen bei weit entfernten Superzellen zu vermeiden.
Phased-Array-Technologie
Zukünftige Radarsysteme nutzen elektronische Strahlschwenkung statt rotierender Schüsseln. Dies verkürzt die Scanzeit von fünf Minuten auf unter 60 Sekunden. Diese hohe zeitliche Auflösung erlaubt es, die Bildung eines Tornados nahezu in Echtzeit zu verfolgen.
Clear-Air-Modus und Biologie
Im 'Clear-Air-Modus' erkennt NEXRAD feinste Dichtegradiente. Dabei werden oft Insektenschwärme, Vögel oder Fledermäuse sichtbar. Anhand des Korrelationskoeffizienten (CC) unterscheiden Meteorologen zwischen gleichförmigen Regentropfen und unregelmäßigen biologischen Zielen, was das Radar zu einem wertvollen Werkzeug für die ökologische Forschung und Migrationsüberwachung macht.
Das Problem des Radarhorizonts
Die Erdkrümmung begrenzt die Sichtweite in Bodennähe. Ein 150 km entfernter Sturm wird erst ab einer Höhe von ca. 3.000 Metern erfasst. Da sich der Radarstrahl aufweitet, sinkt die Auflösung in der Ferne. Dies erschwert die Erkennung bodennaher Tornados, weshalb ein Netzwerk aus 160 Stationen für überlappende Abdeckung sorgt.