
Skywave
HF zwischen 3 und 30 MHz reflektiert an der Ionosphäre und kehrt jenseits des Horizonts zurück.
Riesige Antennenfelder
Australische JORN und russische 'Container' nutzen kilometerlange Arrays.
Stärken und Grenzen
Reichweite > 3000 km, aber Auflösung schlecht und stark von der Sonne abhängig.
Strategisch
Frühwarnung gegen Bomber, ballistische Raketen und Schiffe weit jenseits sichtbarer Reichweite.
Der russische „Specht“
Ab 1976 störte das sowjetische Duga-Radar weltweit den Funkverkehr. Mit bis zu 10 Megawatt Sendeleistung erzeugte es ein rhythmisches Ticken, das als „Woodpecker“ bekannt wurde. Es zeigte die enorme Energie, die nötig ist, um HF-Signale für die Frühwarnung über Kontinente zu jagen, oft zum Leidwesen ziviler Funkdienste.
Oberflächenwellen-Radar
Neben der Ionosphären-Reflektion nutzt das HFSWR-Verfahren die Leitfähigkeit des Meerwassers. Die Signale folgen der Erdkrümmung, was eine lückenlose Überwachung von Schiffen bis zu 400 km ermöglicht. Da diese Technik nicht von der Ionosphäre abhängt, vermeidet sie die typischen „Totzonen“ herkömmlicher OTH-Systeme und ist ideal für den Küstenschutz.