
EL/M-2084-Radar
Phased Array verfolgt eingehende Geschosse und berechnet Einschlagspunkte.
Selektion
Nur Raketen, die bewohnte Gebiete treffen, werden abgefangen — sparsam mit teuren Tamirs.
Tamir-Rakete
Lenkt sich per Radio-Update und eigenem Radar, explodiert nah am Ziel.
Bilanz
Berichtete Erfolgsquoten über 85% gegen Kurzstreckenraketen seit 2011.
Sättigung und Multitasking
Das System muss bei massiven Salven Prioritäten setzen. Die ELM-2084-Radareinheit erkennt, welche Geschosse bewohnte Gebiete gefährden und welche nicht. Da eine Batterie nur eine begrenzte Anzahl an Tamir-Raketen fasst, verhindert diese algorithmische Selektion eine vorzeitige Erschöpfung des Munitionsvorrats bei gleichzeitigem Schutz kritischer Infrastruktur.
C-RAM und Ballistik
Im Gegensatz zu Verfolgungsmissilen berechnet Iron Dome einen Abfangpunkt auf Basis der ballistischen Flugbahn. Da Kurzstreckenraketen meist ungelenkt sind, bleibt ihr Pfad nach der Brennphase stabil. Dies ermöglicht eine präzise Zerstörung in der Luft, während Trümmerteile kalkuliert auf unbewohntes Land stürzen können.
UHF-Datenverbindung
Da die Tamir-Abfangraketen keinen eigenen aktiven Langstreckenradar besitzen, sind sie auf verschlüsselte Uplinks der ELM-2084-Bodenstation angewiesen. Diese überträgt kontinuierlich Telemetriedaten zur Kurskorrektur, bevor in der Endphase ein elektro-optischer Sucher übernimmt. Dies reduziert die Kosten pro Rakete erheblich.
Einsatzhistorie seit 2011
Der erste erfolgreiche Einsatz erfolgte am 7. April 2011 bei Aschkelon gegen eine Grad-Rakete. Seitdem wurde das System per Software-Update von der reinen Raketenabwehr auf die Bekämpfung von Drohnen und Marschflugkörpern erweitert, um sich an die technologische Entwicklung regionaler Bedrohungen anzupassen.