
Luftschlacht um England
Chain Home gab der RAF 20 Minuten Vorwarnung — genug, um Spitfires aufsteigen zu lassen.
Bord-Radar
AI Mk IV machte aus Nachtjägern echte Killer.
U-Boot-Krieg
ASV-Radar fand U-Boote im Atlantik bei Nacht — Wendepunkt 1943.
Die Schlacht im Atlantik
Das Magnetron ermöglichte 10-cm-Radar (ASV Mark III), das für deutsche Metox-Empfänger unsichtbar war. Ab 1943 konnten U-Boote selbst bei Nacht und Nebel beim Auftauchen geortet und mit Leigh Lights bekämpft werden. Dies brach die Vorherrschaft der Kriegsmarine im Atlantik entscheidend und führte zur Versenkung hunderter deutscher U-Boote.
H2S-Bodenkartierung
Das H2S-Radar war das erste System zur Bodenkartierung. Es erlaubte Bombern, durch dichte Wolken hindurch Städte und Flüsse auf einem Schirm (PPI) zu sehen. Diese Technik der Mikrowellen-Abtastung war der Vorläufer des heutigen Synthetic Aperture Radar und veränderte die nächtliche Navigation sowie die Zielgenauigkeit im Luftkrieg fundamental.
IFF — Freund-Feind-Erkennung
Das IFF-System (Identification Friend or Foe) war der Vorläufer der heutigen Sekundärradartechnik. Ab 1940 ermöglichten Transponder in alliierten Flugzeugen eine automatisierte Identifizierung. Ohne diesen elektronischen Handschlag kam es oft zu Eigenbeschuss, da Radaroperatoren nur Bewegungen, aber keine Absichten auf den frühen Bildschirmen erkennen konnten.
Die Kammhuber-Linie und Würzburg-Radar
Das deutsche FuMG 65 Würzburg-Radar setzte Maßstäbe in der taktischen Präzision. Als Teil der Kammhuber-Linie koordinierte es Nachtjäger mit höchster Genauigkeit gegen britische Bomber. Dies löste den ersten großen elektronischen Wettkampf aus, nachdem alliierte Düppel (Window) die Reichweite der deutschen Radargeräte durch simple Metallstreifen massiv einschränkten.