
Rauschen
Breitbandiges Störsignal hebt den Rauschpegel an und überdeckt echte Echos.
Täuschung (DRFM)
Moderne Störer empfangen den Puls, speichern ihn digital und senden ihn zeitversetzt zurück.
Chaff
Wolken aus Metallstreifen erzeugen riesige falsche Ziele für Sekunden.
LPI-Radartechnik und ECM
Moderne AESA-Radare nutzen LPI-Verfahren (Low Probability of Intercept), um ihre Signale unter dem Grundrauschen zu verstecken. Herkömmliche Warnempfänger erkennen diese oft nicht. Moderne ECM-Systeme nutzen heute maschinelles Lernen, um diese getarnten Wellenformen in Millisekunden zu identifizieren und Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Cross-Eye-Jamming
Cross-Eye-Jamming nutzt zwei Sender an den Tragflächenspitzen, um hocheffektive Phasenfehler im gegnerischen Monopuls-Radar zu erzeugen. Dadurch errechnet das feindliche System eine falsche Zielposition. Ein verwandtes Verfahren ist das 'Blinking', bei dem mehrere Flugzeuge ihre Störsignale abwechselnd senden, um die Zielverfolgung zu destabilisieren.
Velocity Gate Stealing (VGSO)
Fortschrittliche Störsender nutzen VGSO, um die Doppler-Verschiebung von Puls-Doppler-Radaren zu manipulieren. Durch die Rücksendung eines Signals mit verschobener Frequenz wird eine falsche Radialgeschwindigkeit simuliert. Dies zwingt den Tracking-Computer des Radars, den Kontakt zu verlieren (Break-Lock), da er einem fiktiven Ziel folgt, das außerhalb der Verarbeitungsfilter beschleunigt.
Vernetzte Luftverteidigung (IADS)
Moderne IADS koppeln verschiedene Sensoren über Datenfunk zu einem Netz. Wird ein Radar gestört, übernimmt ein anderer Sensor auf einer anderen Frequenz das Tracking. Um dies zu kontern, setzen Streitkräfte auf Distanzstörer wie die EA-18G Growler oder Täuschkörper wie die ADM-160 MALD, die das System mit falschen Zielen überlasten.