
Idee
Verschränkte Photonenpaare: eines raus, eines bleibt. Korrelation entlarvt Echos im Rauschen.
Labor
MIT-Demos arbeiten im Milliwatt-Bereich, ein paar Meter Reichweite.
Hindernisse
Verschränkung zerfällt rasch in Luft. Praktische Vorteile bleiben gering.
Realität
Echte Anti-Stealth-Fortschritte kommen heute aus UHF- und Multistatik-Radaren.
Der Lloyd-Limit Vorteil
Die theoretische Grenze der Quantenbeleuchtung liegt bei einem SNR-Gewinn von 6 dB gegenüber klassischen Sensoren. Dieser Vorteil schrumpft jedoch, sobald die Sendeleistung für reale Reichweiten erhöht wird. In der Praxis bleibt die Quantenüberlegenheit auf extrem schwache Signale beschränkt, die für militärische Fernaufklärung oft unzureichend sind.
Frequenzkonversion als Barriere
Radar arbeitet im Mikrowellenbereich, während Verschränkung meist optisch erzeugt wird. Die Umwandlung mittels elektro-opto-mechanischer Wandler ist bisher ineffizient und instabil. Ohne verlustfreie Konversion bleibt die Technik auf ultrakalte Laborbedingungen begrenzt und ist für mobile Plattformen oder atmosphärische Langstrecken-Einsätze technologisch noch nicht reif.
Das Dekohärenz-Problem
Die thermische Hintergrundstrahlung bei Raumtemperatur zerstört die Verschränkung von Mikrowellen-Photonen fast sofort. Damit das System funktioniert, muss der Referenz-Photon (Idler) in einer kryogenen Kammer gespeichert werden. Aktuelle Quantenspeicher halten diesen Zustand jedoch nicht lange genug aufrecht, um Ziele in taktisch relevanten Entfernungen zu detektieren.
Schutz gegen Jamming
Ein Quantenradar ist theoretisch immun gegen elektronische Täuschmanöver. Da ein Angreifer keinen Zugriff auf das intern gespeicherte verschränkte Photon hat, kann er das spezifische Quantensignal nicht imitieren. Jedes künstliche Störsignal wird vom Empfänger mathematisch als Rauschen erkannt und ignoriert, da die Quantenkorrelation fehlt.