
Zwei Bänder
X-Band (9,4 GHz) für scharfe Nahsicht, S-Band (3 GHz) für Sicht durch Regen und Schnee.
ARPA
Automatische Verfolgung berechnet CPA und TCPA für jedes Ziel und alarmiert bei Kollisionsrisiko.
AIS-Overlay
Aus dem Blip wird 'Maersk Edinburgh, 366 m, CPA 0,4 NM in 12 min'.
Clutter-Modi
STC, FTC und Pulskompression halten See- und Regenstörungen klein.
Magnetron vs. Solid-State
Traditionelle Magnetron-Radare verwenden Vakuumröhren mit begrenzter Lebensdauer, während moderne Solid-State-Systeme mit Halbleiterverstärkern arbeiten. Diese neue Technik eliminiert die 'toten Zonen' im Nahbereich und bietet sofortige Einsatzbereitschaft ohne Aufwärmzeit, was die Sicherheit in kritischen Situationen deutlich erhöht.
Horizontale Strahlbreite
Die Trennung zweier naher Ziele hängt von der Antennenlänge ab: Eine längere Antenne erzeugt einen schmaleren Strahl (z. B. 1,2° statt 1,8°). Ein zu breiter Strahl lässt zwei Schiffe als ein einzelnes Objekt erscheinen, was besonders bei Hafenansteuerungen oder engen Passagen ein Navigationsrisiko darstellt.
Impulsfolgefrequenz und Auflösung
Die Pulse Repetition Frequency (PRF) bestimmt die Balance zwischen Reichweite und Detailgenauigkeit. Während niedrige Frequenzen weite Distanzen überwachen, ermöglichen hohe Frequenzen in küstennahen Gewässern die Unterscheidung eng beieinanderliegender Objekte. Moderne Solid-State-Systeme reduzieren dabei die bauartbedingte Totzone im Nahbereich deutlich.
Der Radarhorizont
Aufgrund der Erdkrümmung ist die Radarreichweite geometrisch begrenzt. Die Brechung in der Atmosphäre erweitert den Radarhorizont zwar um etwa 6% gegenüber dem optischen Horizont, dennoch bleiben flache Objekte hinter der Krümmung verborgen. Meteorologische Phänomene wie 'Ducting' können diese Reichweite anomal vergrößern.