
Funktionsweise
Sendepuls geht in den Boden, Schichten und Objekte reflektieren — der Empfänger zeichnet Tiefenprofile.
Anwendungen
Versorgungsleitungen, Betonprüfung, Archäologie, Eis- und Permafrostforschung.
Frequenzen
Niedrige MHz für tiefe Erkundung, GHz für hohe Auflösung knapp unter der Oberfläche.
Grenzen
Nasser Lehm verschluckt das Signal — GPR funktioniert am besten in trockenem, homogenem Boden.
Dielektrizitätskonstante und Wellengeschwindigkeit
Die Bodenbeschaffenheit bremst Radiowellen unterschiedlich stark ab. Während trockener Sand Signale kaum dämpft, absorbiert nasser Ton Energie und verringert die Eindringtiefe. Techniker müssen die Dielektrizitätskonstante genau kalibrieren, um aus der Signallaufzeit die korrekte Tiefe zu berechnen; ohne diese Anpassung sind Tiefenangaben bei GPR-Messungen oft fehlerhaft.
Einsatz in der Weltraumforschung
GPR wird zur Erkundung fremder Planeten genutzt. Das RIMFAX-Instrument auf dem Mars-Rover Perseverance kartiert geologische Schichten unter dem Jezero-Krater. In der Antarktis messen Flugzeug-basierte Radarsysteme die Topographie unter kilometerdickem Eis, um die Fließgeschwindigkeit von Gletschern und die Auswirkungen des Klimawandels auf die Eisschilde präzise zu modellieren.