
Phased-Array-Wände
Vier feste Antennenpaneele decken 360° ohne Drehung ab.
Aegis-Kampfsystem
Verknüpft Radar, Identifikation und Standard-Missile in einer Schleife.
Seestörechos
Wellenkämme erzeugen Clutter — Doppler-Filter trennt Ziele vom Meer.
Das Dualband-Dilemma
Die Radarentwicklung kämpft mit dem Dualband-Dilemma: S-Band bietet hohe Reichweite, X-Band hingegen präzise Zielverfolgung. Die Einführung von Galliumnitrid-Halbleitern (GaN) ermöglicht heute jedoch den Bau leistungsstarker S-Band-Radare wie dem SPY-6, die Aufgaben beider Frequenzen übernehmen können und die Empfindlichkeit gegenüber älteren Systemen verdreißigfachen.
Vernetzte Kriegführung über den Horizont
Die Erdkrümmung begrenzt die Radarreichweite gegen Tiefflieger auf ca. 30 km. Um diese Grenze zu überwinden, nutzt die Cooperative Engagement Capability (CEC) Daten von Flugzeugen wie der E-2D Hawkeye. So können Schiffe Raketen auf Ziele abfeuern, die sie selbst noch gar nicht auf dem eigenen Radar sehen.
AESA-Technologie
Moderne Kriegsschiffe setzen zunehmend auf AESA-Radare (Active Electronically Scanned Array). Statt eines zentralen Senders nutzen sie tausende T/R-Module. Dies ermöglicht das gleichzeitige Verfolgen zahlreicher Ziele und erhöht die Resistenz gegen elektronische Störmaßnahmen massiv, da die Strahlen nahezu verzögerungsfrei gesteuert werden können.
IFF-Identifizierung
Das Identification Friend or Foe (IFF)-System ist essenziell, um eigene Flugzeuge von feindlichen Raketen zu unterscheiden. Modernste Systeme nutzen verschlüsselte Mod-5-Signale. Ergänzend hilft die Non-Cooperative Target Recognition (NCTR), Ziele anhand ihrer physischen Radarsignatur, wie etwa der Triebwerksrotation, auch ohne Antwortsignal sicher zu identifizieren.