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Synthetic Aperture Radar — Wie ein Satellit die Erde 'sieht'

Optische Satelliten brauchen Tageslicht und klares Wetter. SAR braucht keins von beidem — es bringt eigene Beleuchtung mit und schaut durch Wolken.

Synthetic Aperture Radar — Wie ein Satellit die Erde 'sieht'
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Virtuelle Apertur

Während der Satellit fliegt, summiert SAR Echos kohärent — die Bahn wird zur kilometerlangen Antenne.

Bei Nacht und Wolken

Mikrowellen durchdringen Wolken; SAR arbeitet 24/7.

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Interferometrie

Zwei Aufnahmen ergeben Höhenmodelle und zeigen Bodenbewegungen im Millimeterbereich.

Anwendung

Sentinel-1, Capella, ICEYE — Eismonitoring, Schadensanalyse, Schiffsverfolgung.

Wellenlängen und Penetration

Unterschiedliche SAR-Frequenzbänder ermöglichen spezifische Analysen: Das X-Band (3 cm) erfasst Oberflächenstrukturen wie Hausdächer, während das L-Band (24 cm) Vegetation durchdringt, um den Boden darunter abzubilden. Dies ist entscheidend für die Archäologie und Biomassemessung in dichten Wäldern.

Digitale Bildrekonstruktion

SAR-Daten sind anfangs nur Interferenzmuster. Durch aufwendige Signalverarbeitung wird das 'Speckle'-Rauschen minimiert. Während man in den 1970ern noch optische Linsen zur Auswertung nutzte, erfolgt die Bildsynthese heute in Echtzeit direkt auf dem Satelliten für sofortige Lageberichte.

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