
HF/VHF/UHF
Lang, weit, schwach — sieht sogar Stealth.
L (1–2 GHz)
ATC-Streckenüberwachung, 200 NM.
S (2–4 GHz)
Wetterradar, Terminal-ATC, Seeüberwachung.
C (4–8 GHz)
Schiffsradar, ältere Wetterradare.
X (8–12 GHz)
Kampfjet-Radar, Polizei-Pistolen, Seenavigation.
Ku/K/Ka
Auto-ACC bei 77 GHz, Flughafen-Bodensicht.
W+ (75 GHz+)
Selbstfahrende Autos, Bildgebung im Millimeterbereich.
Dämpfung im Ka-Band
Während das Ka-Band eine hohe Präzision für Munition bietet, ist es anfällig für Regenextinktion. Ab 27 GHz führen Wassertropfen zu starker Streuung, was die Reichweite bei Unwetter drastisch reduziert.
IEEE vs. NATO Standards
Die IEEE nutzt historische Codes wie S und X für zivile Radare. Das NATO-System (A bis M) definiert militärische Standards, was häufig zu Verwechslungen führt, da die Bandbereiche sich stark überschneiden.
Pulskompression und Auflösung
Moderne X-Band-Radare nutzen Pulskompression (Chirps), um trotz langer Sendeimpulse eine zentimetergenaue Auflösung zu erreichen. Dies ermöglicht die Trennung eng beieinander fliegender Ziele, was mit UHF-Systemen unmöglich wäre. Mit GaN-Halbleitern wird zudem die thermische Last kompakter AESA-Antennen bei hohen Frequenzen bewältigt.
V-Band und Sauerstoffabsorption
Im 60-GHz-Bereich (V-Band) absorbieren Sauerstoffmoleküle die Energie, was die Reichweite drastisch begrenzt. Dies ist kein Nachteil, sondern ein Sicherheitsvorteil für störungsfreie Nahbereichssensoren in Städten oder für abhörsichere Satellitenkommunikation, da das Signal nach wenigen Kilometern im atmosphärischen Rauschen verschwindet.